Nach dem 1. Weltkrieg begannen sich nach und nach Fußball-Vereine neu zu etablieren. Um den Spielbetrieb aufnehmen zu können, benötigte man, was direkt nach dem 1. Weltkrieg nicht so einfach war, auch damals bereits Idealisten für das Amt des Schiedsrichters. Das Regelwerk war nicht einheitlich und wurde erst später harmonisiert.

Mit Zunahme des Spielbetriebes war der Aufbau einer eigenen Schiedsrichter-Organisation die zwangsläufige Folge. Nach Vorarbeiten auf dem Verbandstag 1919 in Heilbronn konnte ein Jahr später in Ulm eine Satzung für die Schiedsrichter-Organisation vorgelegt
und verabschiedet werden.

1921 wurde im "Elefanten" in Heilbronn mit Unterstützung der Schiedsrichter-Kameraden aus Stuttgart von 19 anwesenden Interessierten eine selbständige Schiedsrichter-Vereinigung gegründet - damals noch Gau Hohenlohe. Er reichte von Illingen bis Schw. Hall und von Bietigheim bis Osterburken. Erster Schiedsrichterobmann wurde Robert Jörg, sein Stellvertreter Fritz Bauer.

Im Jahre 1927, zu Beginn der Ära Eugen Dietrich, wurden die Untergruppen Möckmühl und Bietigheim gegründet.

Seine 33-jährige Amtszeit von 1927 - 1960, lediglich unterbrochen durch den 2. Weltkrieg, war wegweisend für die Schiedsrichtergruppe Heilbronn. Die rasante Entwicklung der Gruppe Heilbronn führte auch zur Selbständigkeit der Untergruppe Möckmühl, fortan als Kreisgruppe Kocher-Jagst.

Zwischen 1950 und 1960 wurden im Bereich des Schiedsrichterwesens viele Neuerungen eingeführt. Die wohl wichtigsten waren die Berufung von Bezirkslehrwarten für die Aus- und Weiterbildung und die Ausbildung von Jung-Schiedsrichtern. Die Liste der Heilbronner Lehrwarte reicht von Erwin Göhner, Hardy Lademann, Peter Correll, Jürgen Braun bis zu Hans Jürgen Ferenz, der dieses Amt heute noch begleitet.

Die Geschlossenheit der Heilbronner Gruppe wird dadurch dokumentiert, daß die Gruppe bis zum 75-jährigen Jubiläum lediglich 5 Obleute (Robert Jörg, Eugen Dietrich, Kurt Hennefarth, Hans Ferenz und Sigmar Martikke) benötigte.

In den Jahren 1995 bis 2001 hatten wir sehr viele Amateurligaschiedsrichter und mit Edgar Reichel sogar einen Schiedsrichter, der in der neu gegründeten Regionalliga amtieren durfte.

In Klaus Albrecht hatte die Gruppe einen Oberligaschieds-richter der vom guten Unterbau der Gruppe lebte. In der Verbandsliga waren zu diesem Zeitpunkt noch Uwe Häberle und Cengiz Aydügün ehe der Aufstieg des Harald Fuder begann. Er erreichte binnen 5 Jahren die Oberliga und wurde dadurch auch "Komet" genannt.

In der Landesliga amtierten Gerald Jurk, Markus Riegg, Jürgen Vogt und 1997 und 1998 kamen mit Tasso Kühn und Jürgen Fuder zwei weitere Kameraden hinzu. Mit Uwe Hamel und Timo Riexinger schafften es zwei weitere "Jungspunde" in die Oberliga. Somit war die Gruppe ein Aushängeschild im WFV. Nach der Jahrtausendwende kamen noch Rafael Zimmer, Achim Weissert und Shamim Sattar in den Kader der Landesliga.

Ereignisreich war dann das Jahr 2003. Der damalige und langjährige Obmann Sigmar Martikke stellte sein Amt zur Verfügung, dass dann Cengiz Aydügün übernam und bis heute noch ausübt. Leider ging es sportlich nicht mehr so gut weiter, da einige der o.g. Schidsrichter altersbedingt ihre Klasse verliesen und aus dem Nachwuchsbereich die Talente fehlten. Einige scheiterten an ihren hohen Zielen und andere an Verletzungen.

In der Gruppe selbst gab es gravierende Änderungen. So war es die Gruppe Heilbronn, die als eine der ersten Gruppen eine eigene Homepade eingeführt hat. Auch bei der Viedeoanalyse war die Gruppe federführend im WFV. Zudem wurden die Spiel schnell online eingestellt. Auch das Coachen von Jungschiedsrichtern wurde eingeführt und auch heute noch erfolgreich praktiziert.

Nach einer sportlichen Durststrecke bis 2010 ging es dann auch hier wieder bergauf und es zahlte sich aus, dass man die Talente sehr gut erkannte und auch förderte. So stieg 2010 Christian Specker in die Landesliga auf und im Winter 2010/2011 kam noch Ferdinand Springer als Halbzeitaufsteiger hinzu. In der Saison 2011/2012 wurde mit Marco Gegner ein weiteres Talent aus der Gruppe in der Winterpause in den Kader der Landesligaschiedsrichter übernommen.

Die Gruppe ist auch durch die Gründung des Fördervereins immer aktiv. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche Ausflüge nach Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg usw. durchgeführt. Auch der Besenabend ist immer ein voller Erfolg.

Einen herben Schlag erlitt die Gruppe, als vor einigen Jahren Erich Pfleiderer und vor knapp 2 Jahren der Ehren-obmann der Gruppe Heilbronn Hans Ferenz verstarben.

Der jetzige Ausschuss unter Cengiz Aydügün ist auch jetzt noch bestrebt etwas Neues zu machen, wie man am neu eingeführten Schiedsrichtertraining seit März 2011 sieht.

 

Chronik und Werdegang der SRG

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